Webull führt im November die Bitcoin-Perpetual-Futures von Kalshi ein
Webull plant, berechtigten Kunden in den USA ab November 2026 die Bitcoin-Perpetual-Futures von Kalshi anzubieten. Ein breiterer Zugang wird noch vor Jahresende erwartet. Der am 20. Oktober angekündigte Start ist zunächst auf Kunden beschränkt, die über ein Webull-Futures-Konto für den Futures-Handel zugelassen wurden. Die Kontrakte werden an der KalshiEX gelistet und von Kalshi Klear gecleart. Die Bitcoin-Perpetual-Futures von Kalshi, die am 29. Mai von der CFTC genehmigt und im Juni eingeführt wurden, haben kein festes Verfallsdatum und werden in bar abgerechnet. So erhalten Händler ein Engagement in der Bitcoin-Preisentwicklung, ohne dass BTC geliefert wird. Für Positionen gelten Margin-Anforderungen, das Risiko einer Liquidation und regelmäßige Funding-Zahlungen. Kalshi zufolge wird das Funding dreimal täglich angepasst. Webull hat weder das genaue Startdatum noch Gebühren, den Margin-Zeitplan oder die mögliche Aufnahme weiterer Kryptowährungen bekannt gegeben. Der Vertrieb über den Broker könnte den Zugang zu regulierten Bitcoin-Derivaten erweitern, garantiert aber weder bessere Liquidität noch niedrigere Kosten. Funding-Gebühren und Hebel können das Risiko erhöhen; der Start allein ist daher kein eindeutiges Signal für den Bitcoin-Kurs.
Neutral
Die Ankündigung dürfte sich kurzfristig nicht direkt und wesentlich auf den Bitcoin-Spotpreis auswirken. Sie schafft einen regulierten US-Brokerage-Zugang für den Handel mit Bitcoin-Perpetual-Futures, der mehr Derivatehändler anziehen und den Marktzugang verbessern könnte. Der anfängliche Rollout ist jedoch begrenzt, und Webull hat wichtige Einzelheiten wie Gebühren, Margin-Bedingungen oder den Startzeitpunkt nicht bekannt gegeben. Das Produkt wird bar abgerechnet, sodass für den Handel weder eine Lieferung noch ein direkter Kauf von BTC erforderlich ist. Langfristig könnte ein breiterer regulierter Zugang die Beteiligung am Derivatehandel vertiefen und möglicherweise die Preisfindung verbessern. Zusätzliche Spotnachfrage oder eine stärkere Liquidität sind dadurch jedoch nicht garantiert. Hebelwirkung, Funding-Zahlungen und Liquidationen können die Volatilität an den Futures-Märkten verstärken, ohne eine klare Richtung für Bitcoin vorzugeben. Insgesamt handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Infrastruktur und des Marktzugangs, nicht um einen entscheidenden bullischen oder bearischen Impuls.