Freigabe von XRP aus dem Escrow: 1 Milliarde Token für den 1. November geplant

Ripple soll am 1. November 1 Milliarde XRP aus dem Escrow freigeben, während XRP bei etwa 1,30 US-Dollar gehandelt wird. Der Freigabe entspricht ein nominaler Wert von rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet jedoch weder, dass Ripple diesen Betrag verkaufen wird, noch dass alle Token an Börsen gelangen. Bei den jüngsten monatlichen Freigaben hat Ripple etwa 70 % der freigegebenen XRP wieder in den Escrow zurückgeführt. Im Oktober wurden beispielsweise 700 Millionen der 1 Milliarde freigegebenen Token erneut im Escrow gesperrt, wodurch sich der Escrow-Bestand netto um 300 Millionen XRP verringerte. Das Gesamtangebot von XRP wurde bereits bei der Einführung geschaffen. Die Freigabe aus dem XRP-Escrow macht daher vorhandene Token verfügbar, statt das maximale Angebot zu erhöhen. XRP liegt weiterhin unter 1,40 US-Dollar; Händler beobachten die Unterstützung bei 1,25 US-Dollar und den Widerstandsbereich von 1,37 bis 1,40 US-Dollar. Die geplante Freigabe aus dem XRP-Escrow könnte kurzfristig Sorgen über das Angebot auslösen. Die Auswirkungen auf den Preis hängen jedoch von der tatsächlichen Verteilung und der allgemeinen Marktnachfrage ab.
Neutral
Das Ereignis ist ein bekannter, planmäßiger Bestandteil des Escrow-Systems von Ripple und keine unerwartete Zunahme des gesamten XRP-Angebots. Frühere Freigaben liefern einen relevanten Kontext: Im vergangenen Jahr führte Ripple rund 70 % der monatlich freigegebenen Token wieder dem Escrow zu, darunter 700 Millionen XRP im Oktober. Dieses Muster verringert die Wahrscheinlichkeit, dass alle 1 Milliarde Token unmittelbar Verkaufsdruck erzeugen. Kurzfristig könnten Händler dennoch Sorgen über das Angebot einpreisen oder auf Hinweise reagieren, dass Token auf Börsen transferiert werden. Die Position von XRP nahe 1,30 US-Dollar, mit 1,25 US-Dollar als beobachteter Unterstützungsmarke und 1,37–1,40 US-Dollar als Widerstand, könnte den Handel unmittelbarer beeinflussen als die routinemäßige Freigabe selbst. Ähnliche planmäßige Freigaben haben häufig Aufmerksamkeit erregt, ohne zu entsprechend hohen Verkäufen auf Börsen zu führen. Langfristig hängt die Wirkung von Ripples tatsächlichen Ausschüttungen, den Börsenbeständen, der institutionellen Nachfrage und der allgemeinen Lage am Kryptomarkt ab. Die vorliegenden Hinweise sprechen für einen neutralen Ausblick. Kurzfristige Volatilität bleibt jedoch möglich, wenn Marktteilnehmer die Tokenbewegungen als zusätzliches Verkaufsangebot interpretieren.