ZachXBT erhebt Vorwürfe wegen eines mit Arkéa verbundenen Kryptodiebstahls im Wert von 133 Millionen US-Dollar
Der Blockchain-Ermittler ZachXBT behauptet, dass Kryptowährungen im Wert von mehr als 133 Millionen US-Dollar von Konten bei zentralisierten Börsen gestohlen wurden, die mit der französischen Bankengruppe Crédit Mutuel Arkéa in Verbindung stehen. Eine Beteiligung der Bank wurde nicht unabhängig bestätigt. Unklar ist, ob die Vermögenswerte der Bank, ihren Kunden oder einer anderen Partei gehörten.
ZachXBT meldete zunächst verdächtige Abhebungen von mehr als 106 Millionen US-Dollar und identifizierte anschließend weitere Abflüsse von über 27 Millionen US-Dollar. Frühere Berichte besagten, dass Gelder von Konten bei Kraken, Crypto.com und OKX zurückverfolgt wurden. Darunter waren rund 63 Millionen US-Dollar in Stablecoins, die innerhalb von vier Stunden in Ether (ETH) umgetauscht wurden. Dem späteren Bericht zufolge wurden USDC und USDT über verschiedene Dienste und Blockchains bewegt; ein Teil der Gelder soll in Monero (XMR) umgewandelt worden sein. WellWallet, Kyrrex und Wagyu wurden als Dienste genannt, die Überweisungen entgegennahmen oder weiterleiteten. Es gibt jedoch keine Belege dafür, dass sie wissentlich beteiligt waren. ZachXBT sagte, die Gesamtsumme könne höher ausfallen, wenn außerbörsliche (OTC-)Transaktionen einbezogen würden.
Wer der Angreifer war, wie der Zugriff erfolgte, wie viel eingefroren oder wiedererlangt wurde und ob der Vorfall eingedämmt ist, bleibt unbekannt. Kraken und Crypto.com hatten zuvor erklärt, Konten mit Bezug zum mutmaßlichen Diebstahl eingeschränkt oder Gelder blockiert zu haben; ihre Plattformen seien weiterhin sicher. ZachXBT sagte, er sei sehr sicher, dass die Lazarus Group nicht verantwortlich sei. Dies ist jedoch keine formelle Zuordnung. Auch seine Behauptung, unzureichende Offenlegung habe Geldwäsche im Umfang von mehr als 30 Millionen US-Dollar ermöglicht, ist nicht bestätigt. Der mutmaßliche Kryptodiebstahl wirft Fragen zur Sicherheit von Börsen und institutionellen Geldern auf; seine unmittelbaren Auswirkungen auf die Preise von ETH, XMR oder Stablecoins sind jedoch unklar.
Neutral
Der mutmaßliche Diebstahl ist für die Sicherheit von Börsen und das institutionelle Risiko von Bedeutung. Die verfügbaren Informationen belegen jedoch keinen direkten Preistreiber für eine bestimmte Kryptowährung. Zu den angeblich bewegten Vermögenswerten zählen USDC und USDT; ein Teil der Mittel wurde in ETH und XMR umgewandelt. Weder die genau verkauften Beträge noch eine anhaltende Marktwirkung wurden bestätigt. Kurzfristig könnten Händler auf neue Daten zu Wallet-Bewegungen oder weitere Beschränkungen durch Börsen reagieren, was die Volatilität der betroffenen Vermögenswerte erhöhen könnte. Der Vorfall ist jedoch kein Beleg für ein Versagen des Protokolls oder einen breit angelegten Vertrauensverlust in ETH, XMR oder Stablecoins. Längerfristig könnten bestätigte Verluste oder weitergehende Offenlegungen die Sicherheitsbedenken verstärken, während die Wiederbeschaffung von Geldern oder Hinweise auf eine begrenzte Betroffenheit sie abschwächen könnten. Solange die Fakten und das Marktrisiko nicht klarer sind, ist eine neutrale Einschätzung der Preisauswirkungen am angemessensten.