Der kanadische Dollar stieg auf ein Sechswochenhoch von 1,3955 kanadischen Dollar je US-Dollar und legte im Monatsverlauf um 2 % zu, da höhere Ölpreise Inflationssorgen schürten. Die Stärke des kanadischen Dollars hat die Markterwartungen verstärkt, dass die Bank of Canada die Zinsen im Dezember erneut anheben könnte. Die Zentralbank erhöhte ihren Leitzins kürzlich um 25 Basispunkte auf 2,5 % und verwies auf Energiekosten als Inflationsrisiko. Anleger werden die Äußerungen von Gouverneur Tiff Macklem und der stellvertretenden Gouverneurin Carolyn Rogers sowie die anstehenden Inflations- und Beschäftigungsdaten verfolgen, um Hinweise auf die nächste Zinsentscheidung zu erhalten.
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Der IRS bereitet eine Überarbeitung seines Programms zur freiwilligen Offenlegung vor. Ein neuer Plan wird bis Dezember erwartet und könnte die Strafen für Steuerpflichtige senken, die nicht gezahlte Steuern melden. Jarod Koopman, Leiter der strafrechtlichen Ermittlungen des IRS, sagte, Fälle könnten innerhalb von 120 Tagen abgeschlossen werden, nachdem Steuerpflichtige vollständige Unterlagen eingereicht haben. Die Behörde hat jedoch weder Strafsätze noch Zulassungsvoraussetzungen bekannt gegeben.
Die Nachricht folgt auf den Fall von Roger Ver. Ver räumte ein, seine Bitcoin-Bestände vorsätzlich nicht gemeldet und keine Steuer auf deren als erfolgt geltenden Verkauf gezahlt zu haben, als er seine US-Staatsbürgerschaft aufgab. Er zahlte rund 49,9 Millionen US-Dollar an Steuern, Strafen und Zinsen. Der Fall zeigt, dass der IRS Steuerbetrug ohne zeitliche Begrenzung verfolgen kann; die gewöhnlichen Fristen für Steuerfestsetzungen betragen in der Regel drei Jahre beziehungsweise sechs Jahre, wenn erhebliche Einkünfte verschwiegen wurden.
Für US-Steuerpflichtige gelten digitale Vermögenswerte grundsätzlich als Eigentum. Verkäufe, Tauschgeschäfte und Zahlungen können steuerpflichtige Vorgänge auslösen. Einkünfte aus Staking, Mining, Airdrops und DeFi können als gewöhnliches Einkommen besteuert werden. Von zentralisierten Plattformen wird erwartet, bestimmte Verkäufe mit dem Formular 1099-DA zu melden. Steuerpflichtige bleiben jedoch dafür verantwortlich, ihre Unterlagen aufzubewahren und Transaktionen zu melden, die auf diesen Formularen nicht erscheinen. Der IRS-Plan zur Offenlegung von Kryptosteuern könnte die freiwillige Einhaltung fördern, ändert aber nichts an den zugrunde liegenden Steuerpflichten.
Canton Strategic Holdings (Nasdaq: CNTN) plant, seine Stammaktien zu tokenisieren und auf dem Canton-Handelsplatz von TSV LLC handelbar zu machen – möglicherweise bereits ab dem 2. November 2026. Dadurch würden tokenisierte CNTN-Aktien ins Canton Network gebracht. Ein Automated Market Maker soll den Handel rund um die Uhr und eine sofortige On-Chain-Abwicklung ermöglichen. Der Handel hat noch nicht begonnen und setzt voraus, dass die Bedingungen der SEC-Innovationsausnahme vom 17. September für bestimmte zugelassene Handelsplätze erfüllt werden, an denen tokenisierte US-Aktien gehandelt werden.
Die bei der SEC registrierte Transferstelle Fairmint soll die Token ausgeben, das offizielle Eigentumsregister führen und die Einhaltung der Übertragungsvorschriften überwachen. Die Aktien sollen dieselben Aktionärsrechte wie die an der Nasdaq notierten CNTN-Aktien gewähren. Laut TSV müssen zugelassene Teilnehmer Identitäts- und Sanktionsprüfungen durchlaufen; zudem gelten Volumenlimits und weitere Risikokontrollen.
Canton Strategic richtete seinen Schwerpunkt 2025 auf digitale Vermögenswerte aus, hält Canton Coin und unterstützt zugleich Projekte im Netzwerk. Der geplante Handel mit tokenisierten Aktien ist ein Test für regulierte On-Chain-Aktienmärkte und keine direkte Einführung einer Kryptowährung. Die Auswirkungen auf Canton Coin und eine breitere Marktakzeptanz sind weiterhin ungewiss; die Ankündigung belegt keine Handelsnachfrage.
Ein chinesischer Rechtskommentar rät Kryptoinhabern, die eine Erinnerung zur Besteuerung ausländischer Einkünfte erhalten, zeitnah zu antworten. Sie sollten die Steuer jedoch nicht berechnen, indem sie einfach einen Steuersatz auf Bankeinzahlungen anwenden. Geldeingänge auf einem Bankkonto können aus dem Verkauf von Vermögenswerten, aus Dienstleistungen, aus Überweisungen zwischen eigenen Wallets oder aus anderen Transaktionen stammen; sie sind nicht automatisch steuerpflichtige Einkünfte. Bei der Ermittlung der Kryptosteuer sollten die Einkunftsart, das Steuerjahr, die Anschaffungskosten der Vermögenswerte, abzugsfähige Ausgaben und mögliche Anrechnungen ausländischer Steuern festgestellt werden. Der Artikel empfiehlt, Bescheide über offizielle Kanäle zu überprüfen und Aufzeichnungen zu Börsentransaktionen, Wallet-Eigentum, On-Chain-Überweisungen, Verträgen und Zahlungen in Fiatwährung aufzubewahren. Zudem warnt er, dass die Zahlung von Steuern den Kryptohandel oder die verwendeten Zahlungswege nicht automatisch mit den Finanzvorschriften in Einklang bringt. Der Leitfaden weist auf Unsicherheiten bei der steuerlichen Behandlung bestimmter Kryptoaktivitäten hin und empfiehlt bei komplexen Fällen professionelle Beratung. Es handelt sich um einen auf Compliance ausgerichteten Ratgeber, nicht um einen Bericht über eine neue Steuerpolitik oder ein marktbewegendes Ereignis.
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Circle hat einen Entwicklerleitfaden veröffentlicht, der erläutert, wie Emittenten CCTP nutzen können, um andere ERC-20-Token als USDC zwischen unterstützten EVM-Chains zu transferieren. Emittenten können entweder einen neuen nativen Cross-Chain-Token einführen oder einen bestehenden ERC-20-Token als benutzerdefinierte CCTP-Verbindung konfigurieren. Beide Optionen nutzen die Messaging- und Attestierungsinfrastruktur von Circle sowie ein Burn-and-Mint-Modell.
Laut dem Leitfaden behalten die Emittenten die Kontrolle über Eigentümerschaft, Operatoren, Pausenberechtigungen, Ratenbegrenzungen und Höchstbeträge pro Transfer; Circle kann diese Kontrolle nicht übernehmen. CCTP für andere Token als USDC wurde im September 2026 eingeführt und unterstützt Ethereum, Avalanche, OP Mainnet, Arbitrum, Base, Polygon PoS und Arc. Nicht-EVM-Netzwerke wie Solana werden nicht unterstützt. Die Erweiterung könnte Token-Emittenten eine weitere Möglichkeit bieten, Liquidität über EVM-Netzwerke hinweg zu verbinden. Die Auswirkungen auf den Markt hängen jedoch von der Akzeptanz und dem Transferaufkommen ab.
Amazons Ausgaben für KI-Infrastruktur haben den freien Cashflow deutlich sinken lassen, obwohl sich das Wachstum von AWS beschleunigt. In den zwölf Monaten bis zum 30. September 2026 wandelte sich der freie Cashflow von einem Zufluss in Höhe von 14,8 Milliarden Dollar in einen Abfluss von 42,4 Milliarden Dollar – eine Veränderung um 57,2 Milliarden Dollar. Zu Amazons KI-Ausgaben gehörten im dritten Quartal 77,3 Milliarden Dollar für Sachanlagen und Ausrüstung, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen hielt an seiner Prognose für Investitionen von rund 220 Milliarden Dollar im Jahr 2026 fest und deutete an, dass die Ausgaben 2027 weiter steigen könnten.
Die Investitionen tragen zu starken Ergebnissen bei: Der AWS-Umsatz stieg im Jahresvergleich um 39,3 Prozent auf 46 Milliarden Dollar – das schnellste Wachstum seit fast fünf Jahren. Der Gesamtumsatz des Quartals erhöhte sich um 12 Prozent auf 201,9 Milliarden Dollar. Der operative Cashflow der vergangenen zwölf Monate legte um 29 Prozent auf 168,3 Milliarden Dollar zu, während die langfristigen Schulden rund 173 Milliarden Dollar erreichten. Amazon meldete außerdem einen Rekord beim konsolidierten Betriebsergebnis von 28,1 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 20,7 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand von AWS belief sich auf 578 Milliarden Dollar. Die Umsatzprognose des Unternehmens für das vierte Quartal lag leicht unter den Erwartungen der Analysten.
Die Amazon-Aktie fiel am 29. Oktober um 4,3 Prozent und gab im nachbörslichen Handel weitere 7 Prozent nach, während Anleger Kosten und mögliche Erträge des KI-Ausbaus abwogen. Händler werden das Wachstum von AWS, die Cash-Generierung und die Investitionsausgaben auf Hinweise dafür beobachten, ob sich die Investitionen auszahlen können. Die Ergebnisse verstärken die branchenweite Aufmerksamkeit für KI-Ausgaben im Technologiesektor, haben jedoch keine direkte Preiswirkung auf eine bestimmte Kryptowährung.
Don Wilson hat den Prioritätsgebührenmechanismus von Hyperliquid sowie die Transparenz von Positionen und Geschäften infrage gestellt. ICE und trade[XYZ] planen unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung, die Infrastruktur von Hyperliquid für einen US-Markt für Perpetual-Futures zu nutzen. ICE würde den regulierten Markt und den Clearing-Rahmen betreiben.
Wilson fragte, ob Prioritätsgebühren mit den Grundprinzipien der CFTC vereinbar sind und ob sich die Liquidität der Orderbücher außerhalb der USA und in den USA zusammenführen lässt. Auch die behaupteten Vorteile des On-Chain-Handels stellte er infrage: Zwar kann eine atomare Abwicklung gekaufte Vermögenswerte in Echtzeit liefern, doch Perpetual Futures sind Verträge und keine Vermögenswerte – dieser Vorteil greift daher nicht. Er fragte, ob der Investor Stan Druckenmiller die Echtzeit-Einsicht in Positionen und Geschäfte als Vorteil betrachten würde.
Die Diskussion rückt das Marktdesign, die Transparenz und die regulatorische Vereinbarkeit von Hyperliquid in den Fokus, während das geplante US-Angebot Gestalt annimmt.
KuCoin hat sämtliche Produkte und Dienstleistungen für Nutzer in Russland und Belarus mit sofortiger Wirkung eingestellt. Als Begründung nannte die Börse rechtliche und regulatorische Anforderungen, ohne eine konkrete Vorschrift zu benennen. KuCoin hat weder eine Frist für die Kontoschließung oder Auszahlung angekündigt noch offengelegt, wie viele Nutzer oder Vermögenswerte betroffen sind. Stattdessen sollen betroffene Kunden individuelle Anweisungen und Fristen erhalten, um Positionen zu schließen und Guthaben abzuheben. Nutzer, die keine Mitteilung erhalten haben, müssen vorerst nichts unternehmen. KuCoin rät seinen Kunden, offizielle Support-Kanäle zu nutzen, um Phishing-Betrug zu vermeiden.
Der Rückzug von KuCoin folgt auf die in diesem Monat angekündigten Diensteinschränkungen von MEXC und Bitget, wodurch sich die Auswahl an Offshore-Kryptobörsen für Händler in den beiden Ländern weiter verringert. Die Ankündigungen deuten auf einen umfassenderen Wandel hin zu stärkerer Compliance, doch die Börsen haben ihre Entscheidungen nicht mit einer bestimmten Sanktionsmaßnahme verknüpft. Unabhängig davon erklärt die russische Zentralbank, dass registrierte Betreiber von Kryptobörsen und digitale Verwahrstellen 90 Tage Zeit haben, einer Selbstregulierungsorganisation beizutreten. Es wurde nicht erklärt, dass diese Anforderung KuCoins Schritt ausgelöst hat.
Coinbase (COIN) wurde vorsichtig auf „Kaufen“ hochgestuft, nachdem die Ergebnisse des dritten Quartals eine höhere Profitabilität und eine stärker diversifizierte Umsatzstruktur zeigten – trotz anhaltender Volatilität am Kryptomarkt und Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit.
Der Umsatz blieb gegenüber dem Vorquartal unverändert, während das bereinigte EBITDA 333 Millionen US-Dollar erreichte, da das Unternehmen seine Ausgaben unter Kontrolle hielt. Abonnements und Dienstleistungen machten 49 % des Gesamtumsatzes aus und verschafften Coinbase eine stabilere Einnahmebasis, wenn Handelsaktivität und Anlegerstimmung nachlassen.
Der Artikel verweist außerdem auf Berichte über einen mutmaßlichen Binance-Hack im Umfang von 6,3 Milliarden US-Dollar, der einer nordkoreanischen Cybercrime-Gruppe zugeschrieben wird. Der Vorfall verdeutlicht die Sicherheitsrisiken im gesamten Kryptosektor; der vorliegende Artikel stellt jedoch nicht fest, dass Coinbase betroffen war.
Der Autor erklärt, Coinbase bleibe zyklisch und die Bewertung sei noch kein Schnäppchen. Die Aktie könnte für Händler geeignet sein, die ein taktisches Engagement in Kryptomärkten anstreben, doch die Hochstufung wird nicht als eindeutige langfristige Anlageempfehlung dargestellt.
Zebra 7.1.0-alpha.0, eine Vorabversion der Zcash-Node-Software, konzentriert sich auf schnelleres Mining und eine schnellere Verbreitung von Blöcken. Die Version verringert Verzögerungen bei der Aktualisierung von Mining-Vorlagen, wenn Transaktionen oder neue Blöcke eintreffen, beschleunigt das Einreichen und Verifizieren von Blöcken und leitet Blöcke früher an Peers weiter. Außerdem kommen Funktionen für Mining-Pools hinzu, darunter Unterstützung für Batches im älteren JSON-RPC-Format, optionale ZMQ-hashblock-Benachrichtigungen, der preciousblock-RPC-Aufruf und Mining-Metriken.
Zebra 7.1.0-alpha.0 behält das in Zebra 7.0.0 verwendete Zustandsformat v29 bei. Tester können daher zurückwechseln, ohne erneut synchronisieren zu müssen. Diese Alpha-Version ist zum Testen gedacht und kein empfohlenes Upgrade für Produktions-Nodes. Einige Konfigurationsprüfungen sind zudem strenger geworden.
Die Recall Foundation wird geschlossen, nachdem sie zu dem Schluss gekommen ist, dass eine weitere Entwicklung wirtschaftlich nicht tragfähig ist. Als Gründe nennt sie die Verbreitung des Protokolls, die Betriebskosten und die Wachstumsaussichten. Auslöser der Entscheidung war weder ein Hack noch ein Sicherheitsvorfall.
Die Stiftung plant, etwa 359 Millionen RECALL-Token zu verbrennen, was rund 35,86 % des Gesamtangebots entspricht. Token-Inhaber erhalten weder Ausschüttungen noch Rücknahmen oder Rückkäufe. Die verbleibenden Mittel der Stiftung in Höhe von etwa 3,7 Millionen US-Dollar sollen für die Rückzahlung an Gläubiger und die Liquidationskosten verwendet werden. app.recall.network soll ab dem 30. November nur noch lesbar sein; der Abschluss der Liquidation wird für das erste Quartal 2027 erwartet. Die Schließung weckt trotz der geplanten Verringerung des Token-Angebots Bedenken hinsichtlich der Zukunftsaussichten des RECALL-Projekts.
Binance teilte mit, dass das Unternehmen die auf 6,3 Milliarden US-Dollar geschätzten Verluste der Kunden infolge eines Sicherheitsvorfalls übernehmen werde. Dafür sollen der SAFU-Fonds und zusätzliche Unternehmensmittel eingesetzt werden. Zunächst hatte die Börse erklärt, dass die Kundenvermögen nicht betroffen seien und mehr als 6,34 Milliarden US-Dollar bereitgestellt worden seien, darunter gestohlene Token im Wert von rund 5 Milliarden US-Dollar. Die noch fehlenden Vermögenswerte wurden außerdem über den Markt und außerbörsliche Kanäle (OTC) gekauft. Später meldete Binance, dass Ermittler weitere Einfallstore entdeckt hätten, die über den zunächst vermuteten Angriff auf den Laptop eines DevOps-Ingenieurs hinausgingen. Das Unternehmen machte keine einzelne Person verantwortlich und erklärte, es gebe keine Hinweise auf ein Abfließen privater Schlüssel. Rund 3 Milliarden US-Dollar der Gelder waren on-chain eingefroren worden. Binance setzte Auszahlungen aus, überarbeitete seinen Auszahlungsdienst, widerrief die Autorisierungen betroffener Adressen und nahm die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden und Blockchain-Analysefirmen auf. Geplant waren die Wiederaufnahme der Auszahlungen und die Veröffentlichung eines Nachweisberichts zu den Reserven. Der Angreifer soll auch Gelder über Tron bewegt haben, während Aave die Märkte nach einer vorsorglichen Sperre wieder öffnete. Der Binance-Hack verstärkte die Marktunsicherheit: Bitcoin fiel kurzzeitig auf 76.300 US-Dollar. Gemeldet wurden Liquidationen von fast 479 Millionen US-Dollar bei BTC-Positionen und 363 Millionen US-Dollar bei ETH-Positionen. Der Vorfall rückt die Sicherheit von Börsen und mögliche Kursschwankungen weiterhin in den Fokus der Händler.
Die Aktien von CoreWeave fielen am 30. Oktober im Zuge eines breiteren Ausverkaufs im Technologiesektor um 10 %. Damit belief sich ihr Rückgang im Oktober auf rund 30 %. Anleger prüfen die beträchtliche Verschuldung von CoreWeave und die Kosten für den Ausbau seiner KI-Rechenzentren. Berichten zufolge wurden die Anleihen des Unternehmens auf Krisenniveau gehandelt und rentierten mit über 15 %, während der Leerverkaufsanteil 23,7 % des Streubesitzes erreichte. Diese Indikatoren deuten auf wachsende Bedenken hinsichtlich der Verschuldung und der Fähigkeit des Unternehmens hin, die zur Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungen erforderliche Finanzierung zu refinanzieren. Ein neuer Finanzierungsdeal oder bestätigte Entwicklungen im Zusammenhang mit einer Insolvenz wurden nicht gemeldet. Für Kryptohändler ist CoreWeave ein indirekter Gradmesser für das Vertrauen in die Finanzierung von KI-Infrastruktur und die Risikobereitschaft im Technologiesektor, aber kein direkter Auslöser für den Kryptomarkt.
Alexander Block, auch bekannt als Alexander Gurevich, wurde von Israel an die Vereinigten Staaten ausgeliefert. Dort muss er sich wegen des Nomad-Hacks von 2022 in einer Anklage mit acht Anklagepunkten verantworten. US-Staatsanwälte werfen ihm vor, eine Schwachstelle in den Smart Contracts von Nomad ausgenutzt zu haben, um Token im Wert von mehr als 2,8 Millionen US-Dollar abzuziehen. Andere Nutzer kopierten den Exploit und trugen dazu bei, dass mehr als 186 Millionen US-Dollar aus einer von Nomad kontrollierten Wallet abgezogen wurden.
Blocks Anwälte argumentierten, er habe die Verträge wie vorgesehen genutzt und ihren Code nicht verändert. Israels Oberster Gerichtshof wies diese Verteidigung zurück und entschied, dass die Ausnutzung einer Softwareschwachstelle dennoch als rechtswidriger Eingriff in ein Computersystem gelten kann. Block wurde nicht verurteilt; ein Termin für sein Erscheinen vor einem US-Gericht war noch nicht bekannt gegeben worden. Der Fall verdeutlicht die rechtlichen Risiken im Zusammenhang mit DeFi-Exploits und die anhaltenden Sicherheitsbedenken bei Kryptobrücken, benennt jedoch keinen direkten Preisauslöser für eine bestimmte Kryptowährung.
Die Recall Foundation plant, etwa 358,6 Millionen RECALL-Token zu verbrennen, während sie das Projekt einstellt und ihre Entwicklungstochter Recall Labs liquidiert. Die Verbrennung entspricht 35,86 % des Gesamtangebots von 1 Milliarde Token; gestakte Token sind davon ausgenommen. Die Foundation schätzt, dass das Angebot danach auf 641,4 Millionen RECALL sinken wird. Die Verbrennung soll kurz vor der endgültigen Liquidation im ersten Quartal 2027 stattfinden.
Die Recall-Network-App soll am 30. November 2026 in den Nur-Lese-Modus wechseln; damit enden neue Wettbewerbe und Belohnungen. Recall Labs wird voraussichtlich etwa im Dezember 2026 liquidiert, die Foundation dann etwa im Januar 2027. Nach Angaben der Foundation sollen die geschätzten 3,7 Millionen US-Dollar in Stablecoins und Fiatwährungen an Gläubiger gehen und die Abwicklungskosten decken. RECALL-Inhaber erhalten weder eine Entschädigung noch Ausschüttungen oder Rückkäufe. Die Einstellung folgt auf die Einschätzung der Foundation, dass die getesteten Produktansätze angesichts des raschen Wandels im KI-Sektor nicht mehr tragfähig sind.
Die SEC hat BG Wealth Sharing und DSJ Exchange wegen eines mutmaßlichen Kryptobetrugs verklagt, bei dem mehr als 130 Millionen US-Dollar von Privatanlegern eingesammelt wurden. Die Unternehmen sollen risikofreie Renditen aus Krypto-Handelssignalen beworben und falsche regulatorische Einreichungen sowie gefälschte Zertifikate mit dem SEC-Siegel verwendet haben, um das Programm als genehmigt erscheinen zu lassen. Nach Angaben der SEC überwiesen zwischen März und Mitte Juni 2026 mehr als 223.000 Blockchain-Adressen Gelder; die Verluste der Anleger beliefen sich auf über 100 Millionen US-Dollar. Nachdem Auszahlungen eingeschränkt worden waren, sollen Anleger aufgefordert worden sein, eine „Steuer“ zu zahlen, um ihre Konten freizuschalten. Dennoch konnten sie weiterhin kein Geld abheben. Die SEC betont, dass bei ihr eingereichte Unterlagen weder Lizenzen noch Empfehlungen darstellen. Sie beantragt Unterlassungsverfügungen, die Rückzahlung der Gelder samt Zinsen und zivilrechtliche Strafen. Der Kryptobetrugsfall verdeutlicht die Risiken für Anleger und Aufsichtsbehörden, nennt jedoch keine bestimmte betroffene Kryptowährung.
Der Binance-Hack, bei dem es ersten Berichten zufolge um rund 6,3 Milliarden US-Dollar ging, hat umfangreiche Bemühungen ausgelöst, gestohlene Vermögenswerte einzufrieren und nachzuverfolgen. Binance erklärte, dass etwa 3 Milliarden US-Dollar eingefroren worden seien. Elliptic schätzte später, dass bis Freitagmorgen 2,84 Milliarden US-Dollar blockiert worden waren, während die Angreifer weiterhin Vermögenswerte im Wert von etwa 3,33 Milliarden US-Dollar kontrollierten, die von den Emittenten nicht eingefroren werden konnten. Dabei handelt es sich um getrennte Schätzungen; sie bedeuten nicht, dass die eingefrorenen Gelder zurückgewonnen wurden.
Tether fror USDT im Wert von etwa 1,567 Milliarden US-Dollar ein, Circle rund 823 Millionen US-Dollar in USDC. Auch andere Emittenten und Projekte schränkten Token ein. Binance sperrte fast 29.934 WBETH, während der Arbitrum Security Council ARB und ETH in eine gesperrte Wallet übertrug; die Berichte nannten unterschiedliche Beträge für diese Übertragung. Der Angriff betraf Vermögenswerte auf Ethereum, Bitcoin, Tron, Arbitrum, Avalanche, Optimism und Base. Im früheren Bericht standen etwa 195.000 ETH und 18.270 BTC noch unter Beobachtung.
Der Binance-Hack griff auch auf DeFi über. Vor der Sperrung zahlte der Angreifer USDT im Wert von 60 Millionen US-Dollar bei Aave ein und lieh sich WETH im Wert von 44,6 Millionen US-Dollar. Aave setzte die Märkte vorsorglich kurzzeitig aus und nahm sie anschließend wieder in Betrieb. Nach Angaben von Aave war die Position weiterhin überbesichert und die Smart Contracts waren nicht betroffen. Binance erklärte, mit Strafverfolgungsbehörden und Branchenpartnern zusammenzuarbeiten und Nutzerverluste aus SAFU- und Unternehmensmitteln zu decken. Händler könnten weiterhin On-Chain-Transfers und börsenbezogene Risiken beobachten: Sperren können den Zugriff auf bestimmte Token einschränken, garantieren aber keine Rückerstattung. Native Vermögenswerte wie BTC und ETH können nicht von einem zentralen Emittenten eingefroren werden.
Chainlink zufolge hat die Chainlink Reserve im Oktober 427.600 LINK hinzugefügt und dafür mehr als 5,3 Millionen US-Dollar ausgegeben. Die Reserve hält nun 6,4751 Millionen LINK. Chainlink erklärt, die Reserve solle das langfristige Wachstum und die Nachhaltigkeit des Netzwerks unterstützen.
US-Behörden untersuchen einen gemeldeten Binance-Hack, von dem laut Artikel Vermögenswerte im Wert von rund 6,3 Milliarden US-Dollar auf mehreren Blockchains betroffen gewesen sein sollen. Präsident Trump erklärte, die Ermittlungen liefen, und der US Secret Service helfe dabei, die gestohlenen Gelder aufzuspüren. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Laptop eines DevOps-Ingenieurs kompromittiert wurde; ein direkter Zugriff auf die privaten Schlüssel der Wallets wurde jedoch nicht gemeldet. Einige Experten vermuten, dass mit Nordkorea verbundene Akteure verantwortlich sein könnten, doch eine Zuordnung ist bislang unbestätigt. Der Binance-Hack hat die Forderungen von Abgeordneten nach einer strengeren Aufsicht über Kryptobörsen erneut befeuert und könnte den Druck auf Bitcoin und die Märkte für digitale Vermögenswerte insgesamt erhöhen. Händler werden auf bestätigte Ermittlungsergebnisse, die Reaktion von Binance und konkrete US-Regulierungsvorschläge achten.
Der Blockchain-Datenanbieter Allium erklärt, dass historische Daten, die über Snowflake, BigQuery und Databricks geteilt wurden, die Verifizierungsprüfungen für alle Chains und Regionen bestanden haben. Dieser Meilenstein bei der Wiederherstellung folgt auf Alliums Entdeckung eines unbefugten Zugriffs auf einige Systeme am 25. Oktober, die am 28. Oktober öffentlich gemacht wurde. Das Unternehmen hat nicht mitgeteilt, wie es zu dem Zugriff kam, auf welche Informationen zugegriffen wurde oder ob Kundendaten oder API-Schlüssel offengelegt wurden. Allium schränkte den Zugriff ein, benachrichtigte betroffene Kunden und beauftragte eine unabhängige Cybersicherheitsfirma mit der Untersuchung.
Allium stellte am 28. Oktober seine Haupt-App, Explorer und APIs wieder her und widerrief vorsorglich bestehende API-Schlüssel. Die App war rund 61 Stunden nicht verfügbar, und die Datenübermittlung war knapp 24 Stunden unterbrochen. Mit Stand vom 30. Oktober waren einige Funktionen weiterhin offline, und auf der Statusseite wurden nach wie vor Teilausfälle angezeigt. Zu den Kunden von Allium zählen Visa, Stripe und Coinbase; es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass auf die eigenen Systeme dieser Unternehmen zugegriffen wurde. Die Sicherheitsuntersuchung und die Reaktion auf den Vorfall dauern an; direkte Auswirkungen auf Krypto-Assets wurden nicht gemeldet.
Ein Ausverkauf bei Technologiewerten vernichtete mehr als eine Billion Dollar an Börsenwert, während Anleger infrage stellten, ob die hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz (KI) ausreichende Renditen erzielen werden. Der Nasdaq verlor 2,86 Prozent, der S&P 500 gab 1,82 Prozent nach und der Dow sank um 1,09 Prozent. Alle drei Indizes schlossen jedoch über ihren Tiefständen im Handelsverlauf.
Intel brach um 28,5 Prozent ein – der stärkste Intraday-Rückgang seit 1974. SanDisk verlor 13,8 Prozent, Marvell gab 10 Prozent nach, Micron sank um 5,3 Prozent und Nvidia fiel um 4,2 Prozent. Damit sank Nvidias Börsenwert unter fünf Billionen Dollar. Der VIX näherte sich kurzzeitig der Marke von 24 und schloss anschließend knapp unter 20, was auf eine zunehmende Vorsicht hindeutet.
Der Ausverkauf spiegelt die Unsicherheit über die Wirtschaftlichkeit von KI-Investitionen wider, nicht zwangsläufig eine nachlassende Nachfrage nach der Technologie. Aktien aus den Bereichen Finanzen, Gesundheit und Energie legten zu, während die Kurse von US-Staatsanleihen stiegen und die Renditen fielen. Angesichts wachsender Sicherheitsbedenken im Nahen Osten verteuerte sich Öl: WTI überstieg 104 Dollar je Barrel, Brent näherte sich 118 Dollar.
Die anstehenden Geschäftszahlen von Apple, AMD, Qualcomm und anderen großen Unternehmen könnten Händlern dabei helfen, den Technologiesektor, die KI-Ausgaben sowie umfassendere Trends bei Verbrauchern und Energie einzuschätzen. Der Ausverkauf bei Technologiewerten könnte volatil bleiben, während Anleger die Geschäftszahlen gegen die unsicheren Erträge aus KI-Investitionen abwägen.
S&P Global Ratings hat den Ausblick für Meta auf negativ gesetzt, da die Ausgaben des Unternehmens für KI-Infrastruktur den Cashflow belasten. Meta meldete für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 64,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 26 % gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow war jedoch erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt negativ und belief sich auf rund 2,12 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen erhöhte seine Prognose für die Investitionsausgaben 2026 auf 135 bis 145 Milliarden US-Dollar und rechnet mit künftigen Investitionen von rund 825 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Meta hat stimmrechtslose Aktien und mögliche Kapitalerhöhungen vorgeschlagen, um den Ausbau zu finanzieren, ohne zusätzliche Schulden aufzunehmen. Der negative Ausblick ist keine Herabstufung, signalisiert aber ein höheres Kreditrisiko. Die Meta-Aktie fiel um 7 %, während die Preise für fünfjährige Credit Default Swaps auf 114,79 Basispunkte stiegen. Der negative Ausblick für Meta ist ein wesentliches Risiko für Anleihegläubiger; Händler werden Cashflow, Verschuldungsgrad und Umfang möglicher Aktienemissionen beobachten.
Choice hat sLINJ eingeführt, einen gehebelten INJ-Staking-Token, der von MidasRWA auf Injective EVM ausgegeben wird. Das Produkt bündelt eine wiederholt durchgeführte Staking-Strategie in einem Token und zielt auf eine jährliche prozentuale Rendite von etwa 12 % ab, die in INJ ausgezahlt wird. Dieses Ziel ist nicht garantiert, und die tatsächlichen Erträge können variieren.
Nutzer können mit INJ, WINJ oder yINJ zeichnen. sLINJ erhebt eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1 % sowie eine erfolgsabhängige Gebühr von 15 % auf die erzielten Erträge. Rücknahmen können etwa drei Tage dauern; sofortige Auszahlungen hängen von der verfügbaren Liquidität im Vault ab. Der Start erweitert die DeFi-Renditeoptionen von Injective. Die gehebelte Struktur, die Gebühren und die Auszahlungsbeschränkungen sind jedoch wichtige Risiken, die Trader und Token-Inhaber berücksichtigen sollten.
Cohere hat die erste Tranche seiner Series-E-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Ziel der Runde ist es, bis zu 7 Milliarden kanadische Dollar bei einer Bewertung nach der Finanzierung von 35,7 Milliarden kanadischen Dollar aufzunehmen. Bei einem Abschluss wäre sie die größte Finanzierungsrunde, die je ein kanadisches Technologieunternehmen erreicht hat. Die Cohere-Series-E-Runde wird von der deutschen Schwarz Group angeführt; beteiligt sind außerdem die kanadische Regierung, Bell Ventures und Nvidia. Ottawa hat bis zu 1,6 Milliarden kanadische Dollar zugesagt, unter der Bedingung, dass Cohere in Infrastruktur investiert. Das in Toronto ansässige KI-Unternehmen will mit dem Geld Modelle für regulierte Branchen entwickeln und seine Rechenkapazitäten in Kanada ausbauen. Zudem prüft es weitere Partnerschaften mit Neocloud-Anbietern, nachdem es mehrjährige GPU-Vereinbarungen mit BUZZ HPC und CoreWeave geschlossen hat. Cohere zufolge stieg der jährlich wiederkehrende Umsatz bis zum dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 165 Prozent, während sich die Kundenbasis auf 300 und damit auf das Zwanzigfache vergrößerte. Die endgültige Höhe der Runde und das Tempo beim Ausbau neuer Rechenkapazitäten in Kanada bleiben wichtige Meilensteine.
Chainalysis untersucht mit Unterstützung von Cybersicherheitsexperten einen Cybersicherheitsvorfall. Das Unternehmen erklärte, es gebe keine Hinweise darauf, dass auf Inhalte der Untersuchung, Authentifizierungsdaten oder Sitzungstoken unbefugt zugegriffen wurde. Chainalysis hat seine Kunden informiert und wird sie im weiteren Verlauf der Untersuchung auf dem Laufenden halten. Der Vorfall stehe nicht im Zusammenhang mit dem jüngsten Kryptodiebstahl bei Binance, so das Unternehmen.
Im USDC-Vault von Jupiter Lend, der rund 413,7 Millionen USDC enthielt, waren am 30. Oktober um 14:21 Uhr ET lediglich 8,44 USDC zur Auszahlung verfügbar. Im Laufe des Tages schwankte der Betrag und sank bis 15:32 Uhr auf 6,37 USDC. Das Protokoll erklärte, die allgemein angespannte Marktlage habe zu einem Liquiditätsengpass geführt. Zugleich betonte es, dass der Betrieb wie vorgesehen funktioniere und die Kundengelder sicher seien. Einen Zeitplan für die Wiederaufnahme der Auszahlungen nannte es nicht. Die Liquidität werde zurückkehren, wenn Kreditnehmer ihre Darlehen zurückzahlen oder neue Einlagen eingehen, hieß es. Die Auszahlungsmöglichkeiten im USDC-Vault unterscheiden sich von denen einiger anderer Jupiter-Lend-Pools, darunter SOL, wo etwa ein Viertel des Bestands abgehoben werden konnte. Jupiter erklärte, das Problem sei nicht auf ein direktes Engagement bei Binance zurückzuführen. Am Markt gab es Besorgnis nach Berichten über umfangreiche Abflüsse von der Börse.
CFTC-Vorsitzender Michael Selig erklärte, der Binance-Hack im Umfang von rund 6,4 Milliarden US-Dollar unterstreiche die Notwendigkeit einer US-Aufsicht über Offshore-Kryptobörsen. Seiner Ansicht nach sollten sich Börsen bei der CFTC registrieren und US-amerikanische Cybersicherheitsstandards erfüllen können.
Selig sagte, der Angriff habe keine Schwachstelle in Ethereum oder dessen Smart Contracts ausgenutzt, sondern sei wahrscheinlich auf eine über einen Laptop eingeschleuste Schwachstelle zurückzuführen. Binance teilte später mit, „weitere Angriffspunkte“ entdeckt zu haben, und beschrieb einen komplexeren Angriff, als es eine bloße Kompromittierung der Berechtigungen eines einzelnen Ingenieurs gewesen wäre. TRM Labs zufolge deutet der Vorfall auf eine Kompromittierung der Signaturinfrastruktur von Binance hin. Der Angreifer nutzte die EIP-7702-Funktion von Ethereum, um eine Binance-Hot-Wallet zu leeren. Tornado Cash wurde als Werkzeug genannt, das Transaktionsspuren verschleiern kann.
Binance hat 6,34 Milliarden US-Dollar zur Deckung der Verluste zurückgestellt und erklärt, die Vermögenswerte der Kunden seien sicher. Der Secret Service und das FBI ermitteln; TRM Labs und Chainalysis bringen den Diebstahl mit der nordkoreanischen Gruppe TraderTraitor in Verbindung. Der Sicherheitsvorfall stärkt den Rückenwind für die von der CFTC vorgeschlagenen Regeln für den Kryptomarkt, belegt jedoch keine Schwachstelle in Ethereum selbst.
Der mutmaßliche Binance-Hack im Umfang von 6,3 Milliarden US-Dollar überschattete eine volatile Woche am Kryptomarkt und trug dazu bei, Liquidationen in Höhe von rund 1,5 Milliarden US-Dollar auszulösen, überwiegend bei Long-Positionen. Der Gesamtwert des Kryptomarkts sank innerhalb von 24 Stunden um 3,6 Prozent auf etwa 2,68 Billionen US-Dollar. Binance erklärte, über ausreichende Mittel zur Deckung des Verlusts zu verfügen, während einige Marktbeobachter der Ansicht waren, dass der Vorfall wahrscheinlich keine breitere Ansteckungswirkung auslösen werde.
Die Meldung über den Binance-Hack kam zu einem Zeitpunkt, als Quack AI (Q) eine starke Kehrtwende erlebte. Q erreichte kurzzeitig einen Rekordstand von 0,24 US-Dollar und fiel dann auf etwa 0,04 US-Dollar – ein Rückgang von rund 60 Prozent innerhalb der Woche. PEPE legte dagegen um etwa 6 Prozent auf 0,0000052 US-Dollar zu und erreichte damit eine Marktkapitalisierung von knapp 2,2 Milliarden US-Dollar. Berichte, wonach Justin Sun seinen Bestand auf 11,85 Billionen PEPE aufgestockt hatte, sowie ein großer Kauf durch einen sogenannten Whale lenkten die Aufmerksamkeit auf den Meme-Coin.
Binance kündigte außerdem an, am 30. Oktober mehrere Spot- und Margin-Handelspaare aus dem Angebot zu nehmen. Am 28. Oktober setzte die Börse Ein- und Auszahlungen über das ETH-Netzwerk wegen Wartungsarbeiten an der Wallet vorübergehend aus; der Dienst sollte anschließend wieder aufgenommen werden. Der Binance-Hack, die Volatilität von Q und die Delistings der Börse könnten dazu führen, dass Händler Risiken, Liquidität und börsenbezogene Nachrichten weiter im Blick behalten.
Die Intel-Aktie fiel am Freitag um fast 30 Prozent auf 65,76 US-Dollar. Damit wurden mehr als 146 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtet, nachdem der Chiphersteller eine schwächer als erwartete Prognose für das vierte Quartal abgegeben hatte. Es war der stärkste Tagesverlust der Aktie seit mehr als 50 Jahren.
Intel rechnet für Q4 mit einem Umsatz von 15 bis 16 Milliarden US-Dollar und liegt damit unter der Analystenschätzung von 17,07 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll voraussichtlich 0,25 US-Dollar betragen, gegenüber erwarteten 0,43 US-Dollar. Der Ausblick überschattete die besseren Ergebnisse des dritten Quartals: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 16,5 Milliarden US-Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie 0,52 US-Dollar erreichte.
Die Nachfrage nach Prozessoren für KI-Server wächst rasant. Intels Geschäftsbereich Data Center and AI meldete einen Umsatz von 7,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einschränkungen bei Fertigung und Verpackung, eine schwächere PC-Nachfrage und ein Fabrikunfall in Israel begrenzen jedoch die Produktion und belasten die Margen. Intel erwartet, dass die Bruttomarge in Q4 von 44,1 Prozent in Q3 auf 38 Prozent sinken wird.
Das Unternehmen warnte außerdem, dass es im kommenden Jahr wahrscheinlich keinen positiven freien Cashflow erzielen wird, da es hohe Summen in den Ausbau der Fertigung und den Wettbewerb mit TSMC investiert. Die Investition von Nvidia in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar und ein möglicher Fertigungsdeal mit Apple haben die Hoffnungen auf eine Wende bei Intel gestützt. Anleger sorgen sich jedoch weiterhin um die Umsetzung, die Ausgaben und die Aussichten für den PC-Markt. Der starke Kursrückgang der Intel-Aktie macht die Kluft zwischen der hohen KI-Nachfrage und der Fähigkeit des Unternehmens deutlich, Chips profitabel zu liefern.