Circle plant, den Zugang zu USDC in rund 40 Schwellen- und Entwicklungsmärkten in Südostasien, Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten auszuweiten, sagte CEO Jeremy Allaire am 16. Oktober. Das Unternehmen hat weder die Länder genannt noch einen Zeitplan für die Einführung festgelegt.
Der Plan baut auf dem erneuerten fünfjährigen Vertriebsabkommen zwischen Circle und Binance auf. Binance tätigte zudem eine strategische Investition in Höhe von 100 Millionen US-Dollar in Circle. Die geplante Übernahme des in Singapur ansässigen Unternehmens Tazapay durch Circle könnte mehr als 60 Bank- und Fintech-Partner sowie Zahlungskanäle in über 100 Märkten hinzufügen. Die Transaktion unterliegt weiterhin ihren Bedingungen und dem vorgesehenen Verfahren; Circle hat nicht bestätigt, in welchen Märkten USDC unterstützt wird.
Der Umlauf von USDC belief sich Ende des zweiten Quartals 2026 auf 73,3 Milliarden US-Dollar und lag damit 19 Prozent über dem Vorjahreswert. Das vierteljährliche On-Chain-Transaktionsvolumen stieg um 151 Prozent auf 14,8 Billionen US-Dollar. Auf der Transparenzseite von Circle wurden zum 12. Oktober 72,7 Milliarden US-Dollar im Umlauf und Reserven von 73,0 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Die Zahlen liefern Kontext für die Expansion, zeigen aber nicht, welcher Anteil der Aktivitäten aus den Zielmärkten stammt.
Ripple Prime hat rund um die Uhr handelbare Perpetual-Derivate auf traditionelle Vermögenswerte eingeführt. Sie nutzen eine mit Hyperliquid verbundene Handelsinfrastruktur und sind Teil einer Vereinbarung, an der Trade.xyz beteiligt ist. Berechtigte institutionelle Kunden können auch außerhalb der üblichen Marktzeiten auf die Preisentwicklung von Aktien, ETFs, Metallen, Energie und Währungen handeln. Die Kontrakte verleihen kein Eigentum an den zugrunde liegenden Vermögenswerten, und der Einsatz von Hebeln kann Verluste vergrößern.
Kunden können Positionen mithilfe von RLUSD als Sicherheit im Cross-Margin-Verfahren absichern. Der Dienst wird unter der BVI-CIV-Lizenz von Ripple Prime betrieben; der Market Maker Virtu zählt zu den ersten Kunden. Ripple Prime zufolge unterstützt die institutionelle Brokerage mehr als 100 Referenzmärkte. Zahlen zum Handelsvolumen oder zur Nutzung zum Start wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Der Start erweitert das institutionelle Angebot von Ripple Prime und könnte zu mehr professioneller Handelsaktivität auf Hyperliquid führen. Die Auswirkungen auf HYPE oder andere Kryptopreise sind jedoch ungewiss: Nutzung, Liquidität und eine anhaltende Kundennachfrage werden wichtiger sein als die Ankündigung allein. Auf einem Prognosemarkt stieg die Wahrscheinlichkeit, dass Hyperliquid bis Ende 2026 100 US-Dollar erreicht, von 43 % auf 45 %. Das ist eine geringe Veränderung der Stimmung und kein Beleg für einen anhaltenden Preistrend.
Coinbase zufolge ist Bitcoin keiner unmittelbar drohenden Gefahr durch Quantencomputer ausgesetzt. Das Ökosystem sollte jedoch mit der Planung quantenresistenter Sicherheit beginnen. Die Aktualisierung der kryptografischen Signaturen von Bitcoin könnte bis zu sieben Jahre dauern und die Abstimmung zwischen Entwicklern, Wallet-Anbietern, Börsen, Verwahrstellen, Node-Betreibern, Minern und Nutzern erfordern. BIP-360 und BIP-361 beschreiben mögliche Schritte, um die Angriffsfläche zu begrenzen und anfällige Adresstypen sowie ältere Signaturen schließlich abzulösen. Keiner der beiden Vorschläge wurde jedoch angenommen. Coinbase schätzt, dass rund 1,7 Millionen BTC in älteren P2PK-Adressen liegen, deren Schlüssel öffentlich offengelegt sind. Eine Migration könnte schwierige Fragen zu ruhenden oder nicht übertragenen Coins aufwerfen, etwa ob sie erhalten, eingeschränkt oder verbrannt werden sollen. Die Post-Quanten-Standards des NIST bieten mögliche Werkzeuge, entscheiden aber nicht über Bitcoins technische oder Governance-Fragen. Für Trader ist die Quantensicherheit von Bitcoin ein langfristiges Koordinationsrisiko und kein Hinweis auf eine unmittelbar drohende Kursgefahr.
Payward, die Muttergesellschaft von Kraken, hat von der Dubai Virtual Asset Regulatory Authority (VARA) die endgültige Genehmigung erhalten, in den Vereinigten Arabischen Emiraten als regulierter Anbieter von Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte tätig zu sein. Die Genehmigung folgt auf eine vorläufige Freigabe im Mai und ermöglicht Kraken, Privatkunden, professionellen Kunden und institutionellen Kunden Dienstleistungen anzubieten.
Der geplante Start von Kraken in den VAE soll Spot- und Margin-Handel, in AED denominierte Handelspaare, Ein- und Auszahlungen in Dirham, On-Chain-Staking, tokenisierte Aktien wie xStocks sowie Kryptotransfers über Krak umfassen. Institutionelle Kunden erhalten außerdem Zugang zum OTC-Spot-Handel und zu Kraken Prime. Derivate und weitere Renditeprodukte könnten vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung Ende 2026 oder 2027 folgen. Payward plant zudem, regionalen Partnern Handelsinfrastruktur anzubieten.
Die Genehmigung stärkt Krakens regulierte internationale Präsenz; Payward zufolge verfügt das Unternehmen über mehr als 100 Lizenzen und Registrierungen. Die Expansion erfolgt parallel zu Berichten über Investitionsgespräche mit Nasdaq und einer separaten Vereinbarung mit SoFi Technologies, die das Routing von Kryptoaufträgen und die Notierung eines Stablecoins umfasst. Der Start von Kraken in den VAE könnte zwar die regionale Reichweite der Börse vergrößern, doch keine der beiden Zusammenfassungen nennt einen unmittelbaren Preistreiber für Bitcoin oder den Kryptomarkt insgesamt.
Laut Blockchain-Analysefirmen könnte ein mutmaßlicher Angriff auf die Lieferkette von Ledger, der mit dem autorisierten Wiederverkäufer CryptoBilis in Verbindung gebracht wird, Verluste von bis zu 94,5 Millionen US-Dollar in Hunderten Wallets verursacht haben. Frühere Schätzungen bezifferten die Verluste auf etwa 93 Millionen US-Dollar bei rund 98 Wallets; Ledger hat die Zahlen nicht bestätigt. Ledger zufolge enthielt mindestens ein betroffenes Gerät nicht autorisierte Hardware. Wie die Wiederherstellungsphrasen oder die Gelder kompromittiert wurden, hat das Unternehmen jedoch nicht bestätigt. Forschende halten ein verstecktes Modul, das Wiederherstellungsphrasen abfängt, für möglich. Auch Phishing und vorab generierte Phrasen wurden als mögliche Erklärungen genannt.
Ledger riet Kunden, unbenutzte, über CryptoBilis gekaufte Geräte nicht zu initialisieren. Kunden, die potenziell betroffene Geräte bereits initialisiert haben, sollten ihre Vermögenswerte mit einer neu generierten Wiederherstellungsphrase auf eine neue Wallet übertragen. Tether hat USDT im Wert von 10 Millionen US-Dollar eingefroren, die mit dem Diebstahl in Verbindung stehen; Ermittler verfolgen die verbleibenden Gelder. Einige Vermögenswerte wurden Berichten zufolge in USDD getauscht, während ein Teil der ETH über Tornado Cash lief. Der Angriff auf Ledger verdeutlicht die Risiken in den Vertriebskanälen für Hardware-Wallets und könnte das kurzfristige Vertrauen in die Verwahrung von Kryptowerten beeinträchtigen. Er deutet jedoch nicht auf eine Schwachstelle der zugrunde liegenden Blockchain-Netzwerke hin.
Ledger untersucht Berichte über Kryptodiebstähle bei Kunden, die Hardware-Wallets beim südostasiatischen Wiederverkäufer CryptoBilis gekauft haben. Ledger forderte den Wiederverkäufer auf, Verkäufe und Lieferungen vorübergehend auszusetzen, warnte Kunden, die in den vergangenen 90 Tagen ein Gerät gekauft hatten, davor, es einzurichten, und riet Kunden, die es bereits aktiviert hatten, ihre Vermögenswerte auf einen neuen Ledger-Signer mit einer neuen Wiederherstellungsphrase zu übertragen.
Ledger zufolge gibt es keine Hinweise darauf, dass die eigene Hardware oder Infrastruktur direkt kompromittiert wurde. Das Unternehmen hat weder die Zahl der Opfer noch die Gesamthöhe der Verluste bestätigt. Der Onchain-Ermittler Specter verfolgte Gelder im Wert von mehr als 86 Millionen US-Dollar zu verdächtigen Adressen auf Bitcoin, Ethereum und TRON zurück. Darunter waren etwa 42 Millionen US-Dollar in ETH, 17,6 Millionen US-Dollar in BTC und 16,5 Millionen US-Dollar in USDT. Diese Zahlen sind kein bestätigtes Maß für Kundenverluste, und die Ermittler haben nicht bestätigt, dass alle Fälle miteinander zusammenhängen.
Binance-Gründer Changpeng Zhao sagte, der Vorfall scheine örtlich begrenzt zu sein und könnte einen Angriff auf die Lieferkette über einen einzelnen Wiederverkäufer umfassen. Die Ermittler haben nicht festgestellt, ob Geräte manipuliert oder mit kompromittierten Wiederherstellungsphrasen geliefert wurden. Der Fall verdeutlicht Risiken in der Lieferkette von Hardware-Wallets. Derzeit gibt es jedoch keine Hinweise auf einen umfassenderen Einbruch bei Ledger oder einen Angriff auf die Netzwerke von Bitcoin, Ethereum oder TRON.
Die thailändische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde hat elf Mitteilungen finalisiert, mit denen ein regulatorischer Rahmen für lokal gegründete Bitcoin- und Ether-ETFs geschaffen wird. Die Vorschriften treten am 16. Oktober 2026 in Kraft; dieses Datum ist kein bestätigter Starttermin für einen Fonds. Emittenten oder Börsenkürzel wurden noch nicht bekannt gegeben.
Zunächst müssen die Fonds passiv entweder Bitcoin oder Ether abbilden und während jedes Geschäftsjahres eine durchschnittliche Nettoexponierung von mindestens 80 % gegenüber dem ausgewählten Vermögenswert aufrechterhalten. Sie müssen in Thailand von der SEC beaufsichtigte Verwahrstellen nutzen und an der Börse von Thailand (SET) gehandelt werden. Jeder Bitcoin-ETF und jeder Ether-ETF benötigt weiterhin eine individuelle Genehmigung; außerdem muss die Notierung an der SET abgeschlossen sein, bevor der Handel beginnen kann.
Zu den Schutzmaßnahmen für Privatanleger gehören Risikohinweise und ein Verbot, dass Broker für ETF-Käufe eine Finanzierung auf Margin bereitstellen. Thailändische Wertpapierfirmen dürfen außerdem die meisten Anleger nur eingeschränkt beim Kauf ausländischer Krypto-ETFs unterstützen.
Der Rahmen schafft einen regulierten Weg für lokale Kryptoanlagen, doch die Auswirkungen auf den Markt hängen von Fondsgenehmigungen, Verfügbarkeit und Nachfrage ab. Die lokale Aktivität hatte nachgelassen: Im Juli 2026 sank die Zahl aktiver Konten bei Börsen auf 121.000, während der tägliche Handelswert gegenüber dem Vormonat um 27,13 % auf 1,378 Milliarden Baht zurückging. Diese Zahlen messen nicht die ETF-Nachfrage. Kurzfristig könnte der Einfluss auf die BTC- und ETH-Preise begrenzt bleiben, bis die Fonds genehmigt und notiert sind.
Samsung plant, in der letzten Oktoberwoche 2026 grenzüberschreitende Solana-USDC-Überweisungen für Nutzer in den USA über Samsung Wallet und Samsung Pay einzuführen. Der Dienst könnte 82 Millionen Galaxy-Geräte erreichen; weitere Märkte könnten abhängig von den lokalen Vorschriften hinzukommen. Nutzer sollen voraussichtlich USDC versenden und über integrierte On- und Off-Ramps zwischen Stablecoins und lokalen Währungen wechseln können, während Solana die Überweisungen im Hintergrund verarbeitet.
In der Ankündigung werden Solana und Circles USDC genannt. Zuvor hatte Samsung Stablecoin-Unterstützung in Aussicht gestellt, ohne eine Blockchain, einen Herausgeber oder einen Starttermin zu nennen. Noch sind mehrere Einzelheiten offen: etwa, ob Circle ein direkter Partner ist, wer die privaten Schlüssel der Nutzer kontrolliert und welche Gebühren anfallen. Die Integration könnte den alltäglichen Zugang zu Solanas Stablecoin-Zahlungen erweitern. Das Stablecoin-Angebot auf Solana ist im Jahresvergleich um fast 20 % gewachsen. Berichten zufolge verarbeitete das Netzwerk 2026 ein Stablecoin-Volumen von mehr als 5,25 Billionen US-Dollar. SOL lag jedoch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung innerhalb von 24 Stunden rund 3 % im Minus und wurde bei etwa 115 US-Dollar gehandelt. Die Reichweite des Rollouts wird teilweise von behördlichen Genehmigungen abhängen.
Tether, die Nationalbank Kasachstans und die Alatau City Authority haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um einen an den Tenge gekoppelten Stablecoin und tokenisierte Vermögenswerte zu prüfen. Die Parteien wollen Emissionsmodelle untersuchen, ein Konzept und einen Pilotvorschlag entwickeln sowie Projekte in Alatau erwägen. Für den vorgeschlagenen Tenge-Stablecoin von Tether wurden weder ein Emittent noch eine Blockchain oder ein Starttermin benannt. Die Vereinbarung sieht außerdem Schulungen für Fachleute der Zentralbank zu Emission und Reserveverwaltung vor.
Die Ankündigung ergänzt Kasachstans umfassendere Bestrebungen im Bereich digitaler Vermögenswerte. Im März stellte das Land bis zu 350 Millionen US-Dollar für kryptobezogene Investitionen bereit. Im September erklärten Behördenvertreter, die nationale Kryptoreserve habe 700 Millionen US-Dollar erreicht; davon seien bislang rund 200 Millionen US-Dollar investiert worden. Kasachstan führt außerdem ein separates Pilotprojekt für einen Tenge-Stablecoin durch, während KZTE bereits auf Solana in Betrieb ist. Tether hat nicht mitgeteilt, ob eines dieser Projekte beteiligt ist. Bis Ende 2026 plant das Land tokenisierte Projekte in Alatau im Umfang von bis zu 60 Millionen US-Dollar.
Der Tenge-Stablecoin von Tether befindet sich weiterhin in der Prüfungsphase. Für Händler gibt es daher weder eine unmittelbar bevorstehende Ausgabe noch einen Liquiditätsimpuls. Seine längerfristige Bedeutung für den Markt hängt davon ab, ob ein Pilotprojekt umgesetzt wird, welche Blockchain und welcher Emittent ausgewählt werden und ob das Projekt Nutzer gewinnen kann.
Winklevoss Asset Services hat am 6. Oktober bei der US-Börsenaufsicht SEC einen vorläufigen S-1-Antrag für einen geplanten Spot-Zcash-ETF eingereicht. Der Fonds würde ZEC direkt halten und im Falle einer Genehmigung unter dem Tickersymbol WINK an der Nasdaq gehandelt. Die vorgeschlagene jährliche Gebühr beträgt 0,25 Prozent, verglichen mit 2,5 Prozent für Grayscales Zcash-ETF ZCSH. Als Verwahrstelle ist Gemini Trust Company vorgesehen; Winklevoss Capital Fund hat unverbindlich Interesse am Kauf von Anteilen im Wert von bis zu 100 Millionen US-Dollar bekundet. Die Zwillinge warben bei der Token2049 in Singapur für den Vorschlag. Die Einreichung ist keine SEC-Genehmigung: Vor Handelsbeginn müssen die Registrierung und die Börsenzulassung abgeschlossen sein. Grayscales ZCSH startete im August 2026 und verzeichnete Berichten zufolge im ersten Monat Zuflüsse von mehr als 233 Millionen US-Dollar; das Fondsvermögen nähert sich 890 Millionen US-Dollar. Im Falle einer Genehmigung könnte der kostengünstigere Zcash-ETF den Zugang zu ZEC erweitern und den Wettbewerb verschärfen. Die Verbindungen zwischen Sponsor, Verwahrstelle und möglichem Käufer könnten jedoch Fragen zur Konzentration aufwerfen.
Die Ethereum Foundation und das Open Anonymity Project haben zkAPI am 1. Oktober 2026 im Ethereum-Mainnet gestartet. zkAPI ermöglicht es Nutzern, ETH, USDC und andere unterstützte Vermögenswerte in einem On-Chain-Vault zu hinterlegen und anschließend mithilfe von Zero-Knowledge-Proofs und kurzlebigen API-Schlüsseln für KI-Inferenz sowie andere verbrauchsabhängige Dienste zu bezahlen. Zahlungsnachweise bestätigen, dass Nutzer über ausreichende Mittel verfügen, ohne dem Dienstanbieter die konkrete Einzahlung oder die Zahlungsidentität offenzulegen. Außerdem können Ausgabenlimits festgelegt werden. Das System trennt Zahlungsdaten von der Dienstnutzung, während KI-Anbieter weiterhin Prompts und Antworten einsehen können. IP-Adressen, zeitliche Muster, Schreibstile und wiederholtes Verhalten können ebenfalls eine Identifizierung ermöglichen. Das Projekt ist experimentell und könnte künftig Blockchain-RPC-Zugriff, Bild- und Videogenerierung, VPN-Bandbreite sowie Zahlungen zwischen Maschinen unterstützen. Für Trader stärkt zkAPI das Narrativ von Ethereum im Bereich privater Zahlungen und KI-Infrastruktur. Aufgrund der begrenzten Anonymität und des frühen Entwicklungsstands ist es jedoch eher ein neutraler als ein unmittelbar bullisher Marktkatalysator.
Robinhood meldete für das dritte Quartal einen Rekordumsatz von 1,42 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 12 % gegenüber dem Vorjahr. Prognosemärkte, Optionen und Aktien glichen dabei den schwächeren Kryptohandel aus. Die Kryptoerlöse beliefen sich auf 120 Millionen US-Dollar und lagen damit 55 % unter dem Vorjahreswert, stiegen gegenüber dem Vorquartal jedoch um 20 %. Robinhood Chain steuerte in ihrem ersten Quartal im Mainnet 26 Millionen US-Dollar bei; ohne das neue Ethereum-Layer-2-Netzwerk wären die Kryptoerlöse gegenüber dem Vorquartal um 6 % gesunken. Die mit Arbitrum-Technologie entwickelte Chain verarbeitete ein Handelsvolumen von mehr als 80 Milliarden US-Dollar auf dezentralen Börsen und erzielte Gebühreneinnahmen von über 50 Millionen US-Dollar.
Die Erlöse aus traditionellen Krypto-Transaktionen betrugen 94 Millionen US-Dollar und gingen gegenüber dem Vorquartal um 6 % zurück, obwohl das Handelsvolumen um 23 % auf rund 49,8 Milliarden US-Dollar stieg. Ereigniskontrakte auf Prognosemärkten erzielten 173 Millionen US-Dollar und übertrafen damit die Kryptoerlöse. Robinhoods Nettogewinn sank um 14 %; im jüngsten Bericht wurde er mit 415 Millionen US-Dollar angegeben. Dazu trug teilweise ein nicht realisierter Verlust von 67 Millionen US-Dollar im Portfolio des Ventures Fund I bei. Das Unternehmen erklärte sich außerdem bereit, Ripple’s RLUSD für internationale Abwicklungen, Treasury-Geschäfte, den Handel und die Finanzierung einzusetzen. Zu Beginn des vierten Quartals lagen die durchschnittlichen täglichen Volumina bei Aktien, Optionen und Krypto etwa 5 % unter dem starken Tempo des dritten Quartals. Die Ergebnisse zeigen, dass Robinhoods Kryptoerlöse zunehmend von neuer Infrastruktur abhängen, während das traditionelle Kryptohandelsgeschäft weiter unter Druck steht.
Google hat seine auf Multi-Party Compute (MPC) basierende Kryptoverwahrungsplattform für Banken und andere Finanzinstitute vorgestellt. Der Dienst verteilt die Anteile des privaten Schlüssels auf die Hardware der Kunden und mehrere Cloud-Umgebungen, sodass keine einzelne Partei den vollständigen Schlüssel besitzt. Institutionen können Signaturschwellen festlegen, etwa 2 von 3 oder 5 von 7, und Richtlinienprüfungen für Ausgabenlimits, zugelassene Adressen und die Genehmigung durch mehrere Personen nutzen. Unterzeichner können eine Richtlinienablehnung übersteuern.
Der MPC-Kryptoverwahrungsdienst befindet sich in einer privaten Vorschauphase; eine breitere kommerzielle Verfügbarkeit ist für Anfang 2027 geplant. Google zufolge testen nicht namentlich genannte Finanzinstitute den Dienst. Alphabet nutzt die Technologie unterdessen, um digitale Vermögenswerte auf Ethereum und Solana zu schützen; die Bestände wurden nicht offengelegt. Geplant ist die Unterstützung von ECDSA für Bitcoin und Ethereum sowie Ed25519 für Solana. Mit dem Start tritt Google in Konkurrenz zu institutionellen Verwahrungsanbietern wie BitGo, Fordefi und Fireblocks. Preise wurden noch nicht bekannt gegeben.
Bei Zcash wird darüber diskutiert, ob die Zuweisung von 8 % der Blockbelohnung an Zcash Community Grants (ZCG) beendet werden soll. Die Kasse des Fonds ist Schätzungen zufolge auf 125 Millionen US-Dollar angewachsen, einschließlich der Vermögenswerte nach Berücksichtigung ausstehender Verpflichtungen. Mitgründer Sean Bowe argumentiert, der Fonds könne die Ausgaben für mehrere Jahre decken, und hat vorgeschlagen, künftige Zuweisungen stattdessen an den Network Sustainability Mechanism zu leiten. ZCG würde seine bestehenden Vermögenswerte und die Befugnis zur Bewilligung von Zuschüssen behalten; ein separates Förderprogramm in Höhe von 12 % bliebe unverändert. Der Vorschlag wurde noch nicht angenommen. Weitere Ideen sind, die Zuweisung schrittweise auslaufen zu lassen, den Fonds aufzulösen oder überschüssige Vermögenswerte in einen Community-Pool zu übertragen. Die Debatte folgt auf Kritik an einem von ZCG finanzierten Outreach-Projekt, doch Bowes Entwurf geht nicht auf diese Kontroverse ein. Für ZEC-Händler ist dies eine Debatte über Governance und Finanzierung, keine unmittelbare Änderung des Emissionsplans oder ein klarer Marktkatalysator. Die letztlichen Auswirkungen auf die Finanzierung von Entwicklern und die Tokenomics sind weiterhin ungewiss.
Strive kaufte zwischen dem 17. und 23. Oktober 6.182 BTC für rund 511,4 Millionen US-Dollar – der bislang größte Bitcoin-Kauf des Unternehmens. Laut der bei der SEC eingereichten Unterlage lag der durchschnittliche Gesamtpreis bei 82.732 US-Dollar pro BTC. Dadurch stiegen die Bestände des Unternehmens von 36.818 auf 43.000 BTC. Dem war im Oktober ein rascher Ausbau vorausgegangen: Ende September hatte Strive 28.000 BTC gehalten. Zum 23. Oktober wies Strive Barmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 504,4 Millionen US-Dollar aus, 186,9 Millionen US-Dollar mehr als eine Woche zuvor. Die gesamten Bitcoin-Bestände hatten rund 3,8 Milliarden US-Dollar gekostet, bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 87.785 US-Dollar pro BTC. Bitcoin wurde nahe 81.000 US-Dollar gehandelt und lag damit unter diesem Durchschnittspreis. Strive kündigte außerdem ein 1-Milliarde-US-Dollar-Programm für den Verkauf am Markt seiner mit 15 % verzinsten Vorzugsaktien Series A Perpetual SATS an und berichtete zugleich über eine Kapitalaufnahme durch Vorzugsaktien. Aus den Offenlegungen geht jedoch nicht hervor, dass diese Finanzierungsmaßnahmen den Bitcoin-Kauf finanziert haben. Der Erwerb verstärkt die Unternehmensnachfrage nach Bitcoin, doch Kursvolatilität, Finanzierungskosten und eine mögliche Verwässerung bleiben Risiken.
BTC fiel in beiden Marktupdates unter die viel beachtete Marke von 80.000 US-Dollar. Der frühere OKX-Snapshot zeigte BTC bei 79.990,4 USDT, ein Minus von 0,79 % innerhalb von 24 Stunden. Im späteren Update lag der Kurs bei 79.993,4 USDT, während sich der 24-Stunden-Verlust auf 1,17 % ausweitete. Zwischen den beiden Snapshots stieg der Preis leicht, BTC blieb jedoch unter der Schwelle. Die Berichte erklären weder die Bewegung noch liefern sie einen umfassenderen Marktkontext.
Das Bitcoin-Mining-Infrastrukturunternehmen Luxor hat in einer strategischen Finanzierungsrunde unter der Führung von CMT Digital 16 Millionen US-Dollar aufgenommen. Beteiligt waren außerdem Canaan, MicroBT, Halo, Steelhead und Angel-Investoren. Die Finanzierung umfasst primäres und sekundäres Kapital. Luxor plant, seine KI-Cloud-Plattform auszubauen, den Betrieb im Bereich KI-Hardware zu finanzieren, den Handel mit Compute-Derivaten und das Market-Making auszubauen sowie Personal einzustellen. Der Schritt knüpft an den Start von Luxor AI und die bestehende Erfahrung des Unternehmens mit Mining-Infrastruktur in den Bereichen Energie, Hardware und Compute-Märkte an. Nach Angaben von Luxor hat die ASIC-Brokerage des Unternehmens Mining-Hardware im Wert von einer Milliarde US-Dollar gehandelt. Das Energiegeschäft versorgt Lasten von mehr als 75 Megawatt in ERCOT und SPP, und die Cloud-Plattform verarbeitete bis September im laufenden Jahr 1,8 Millionen Workloads. In einem späteren Gespräch erklärten der CEO von Luxor und Sam Hallene von CMT Digital, dass Mining-Know-how Unternehmen beim Aufbau und Betrieb von KI-Infrastruktur helfen könne. Sie verwiesen außerdem auf die starke GPU-Nachfrage, darunter Berichte, wonach Nvidia-Hardware für das gesamte Jahr ausverkauft sei, sowie auf Luxors Arbeit an Sandboxes für KI-Agenten und Compute-Derivaten. Luxor will Bitcoin-Mining weiterhin als Kerngeschäft betreiben und zugleich KI und Hochleistungsrechnen vorantreiben, während die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten wächst.
Bybit zufolge hat die in Dubai ansässige Gesellschaft Bybit Fintech FZE von der Virtual Assets Regulatory Authority (VARA) eine Lizenz für Börsendienstleistungen, einschließlich Spot-Handel, erhalten. Die Genehmigung gilt für die genannte lokale Gesellschaft, nicht für alle Bybit-Produkte oder Nutzer weltweit. Derivate sind nicht abgedeckt und erfordern eine separate Genehmigung. Bybit gab die Lizenz am 22. Oktober 2026 bekannt, während im VARA-Register der 20. Juni als Lizenzdatum angegeben ist. Einem Bericht zufolge stand am Tag der Bekanntgabe im Eintrag noch „Pending“, sodass der zeitliche Ablauf des Status unklar bleibt.
Mit der Lizenz endet ein Verfahren, das im März 2022 mit einer vorläufigen Genehmigung begonnen hatte. Bybit verfügt außerdem über eine Bundeslizenz der Vereinigten Arabischen Emirate, die im Oktober 2025 von der Securities and Commodities Authority erteilt wurde. Das Unternehmen erklärt, eine Genehmigung für Derivatedienstleistungen in Dubai beantragen zu wollen. Die regulatorischen Fortschritte folgen auf den Diebstahl von ETH und anderen Token im Wert von fast 1,5 Milliarden US-Dollar von Bybit im Februar 2025. Das FBI machte Nordkoreas Lazarus Group dafür verantwortlich. Die Lizenz könnte Bybits lokale Geschäftstätigkeit und institutionelle Beziehungen unterstützen. Händler sollten jedoch auf Klarstellungen zum VARA-Eintrag, zur Berechtigung von Kunden und zu möglichen weiteren Produktgenehmigungen achten.
Die NBA hat Kalshi und Polymarket zu ihren bevorzugten Börsen für Prognosemärkte ernannt. Die Vereinbarungen räumen ihnen Rechte zur Nutzung der NBA-Marke und für Marketing ein und gewähren Zugang zu autorisierten Spieldaten, um berechtigte Ereigniskontrakte abzurechnen. Die Liga wird einschränken, welche NBA-bezogenen Märkte gehandelt werden dürfen. Mitarbeitenden der NBA und der Teams ist der Handel mit diesen Kontrakten untersagt. Außerdem hat die NBA Verfahren zum Informationsaustausch bei verdächtigen Handelsaktivitäten und Ermittlungen festgelegt, eine Kooperationsvereinbarung mit der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) unterzeichnet und ihren bestehenden Vertrag mit DraftKings auf Prognosemärkte ausgeweitet. Ähnliche Vereinbarungen mit weiteren Partnern sind geplant.
Die Abkommen schaffen eine formellere Aufsicht über Prognosemärkte. Offen bleibt jedoch, ob Sportereigniskontrakte den bundesweiten Derivaterегeln oder den Glücksspielgesetzen der einzelnen Bundesstaaten unterliegen. Laut DeFi-Rate-Daten, die im späteren Bericht zitiert werden, belief sich das nominale Handelsvolumen von Kalshi über 30 Tage zum 26. Oktober auf rund 90,3 Milliarden US-Dollar. Die US-amerikanischen und internationalen Plattformen von Polymarket kamen zusammen auf etwa 18,7 Milliarden US-Dollar. Separat wurde berichtet, dass NBA-bezogene Kontrakte auf Polymarket in der Saison 2024/25 ein Volumen von 3,44 Milliarden US-Dollar und in der Saison 2025/26 von 4,5 Milliarden US-Dollar verzeichneten. Ein Markt zur möglichen Verpflichtung von LeBron James erzielte bei Kalshi und Polymarket zusammen ein Volumen von rund 275 Millionen US-Dollar. Für Trader könnten die Partnerschaften den Marktzugang und die Überwachung verbessern; Risiken durch Insiderhandel, Bedenken hinsichtlich der Marktintegrität und regulatorische Unsicherheit bleiben jedoch bestehen.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat vorgeschlagen, eine Wirtschaft auf mögliche internationale Sanktionen vorzubereiten, die auch Maßnahmen gegen die Banken des Landes umfassen könnten. Er nannte die Blockchain als mögliches Instrument und erklärte, er habe einen Plan in Auftrag gegeben. Vorschläge oder Einzelheiten zur Umsetzung wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Die Bank von Israel hat die Idee zurückgewiesen. Kryptowährungen könnten Sanktionen nicht umgehen, erklärte sie, und forderte das Land auf, seine wirtschaftlichen Beziehungen zu wichtigen Handelspartnern zu schützen. Mehr als 100 Wirtschaftswissenschaftler, darunter der frühere Zentralbankchef Jacob Frenkel und mehrere Nobelpreisträger, warnten, der Plan könne Arbeitsplätze kosten und ausländische Investitionen abschrecken. Auch politische Gegner kritisierten ihn im Vorfeld der israelischen Wahl am 27. Oktober.
Die Debatte verdeutlicht die Grenzen der Blockchain als Mittel zur Umgehung von Sanktionen: Transaktionen auf öffentlichen Ledgern lassen sich zurückverfolgen. Israelische Behörden haben bereits 37 Kryptogeldbörsen mit Sanktionen belegt, die das Nationale Büro zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung mit den iranischen Revolutionsgarden in Verbindung brachte. Direkte marktbezogene Maßnahmen wurden nicht angekündigt. Daher bietet der Vorschlag derzeit keinen klaren Handelsimpuls für Kryptowährungen.
Bitcoin fiel am 26. Oktober unter 80.000 US-Dollar und erreichte im Tagesverlauf ein Tief von etwa 79.279–79.332 US-Dollar, bevor der Kurs nahe 79.950 US-Dollar gehandelt wurde. Damit bleibt die Spanne von 79.000–80.000 US-Dollar im Fokus. Der Rückgang erfolgt vor dem Zinsentscheid der Federal Reserve am 28. Oktober und den für den 29. Oktober erwarteten PCE-Inflationsdaten für September.
Der Hebeleffekt bleibt eine Quelle der Volatilität. Bei Bitcoin-Futures wurden innerhalb von 24 Stunden Positionen im Wert von rund 32,2 Millionen US-Dollar liquidiert; etwa 84 Prozent davon entfielen auf Long-Positionen. Ein breiterer Ausverkauf am 24. Oktober löste innerhalb von vier Stunden Liquidationen im Kryptomarkt in Höhe von 436,4 Millionen US-Dollar aus, wobei 92,6 Prozent auf Long-Positionen entfielen. Das Open Interest von Bitcoin lag bei etwa 53,79 Milliarden US-Dollar. Eine Liquidations-Heatmap zeigte mögliche Liquidationen von Long-Positionen nahe 79.310 US-Dollar.
US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 22. und 23. Oktober Abflüsse von 773,5 Millionen US-Dollar. Über die Handelswoche mit fünf Sitzungen hinweg verbuchten sie dennoch Nettozuflüsse von 301,2 Millionen US-Dollar. Die gemischten Zahlen deuten darauf hin, dass die Nachfrage an manchen Tagen nachgelassen hat, insgesamt über die Woche aber positiv blieb.
Die wichtigen Kursmarken sind Schätzungen und weder garantierte Unterstützungen noch Prognosen. In einer Untersuchung vom 21. Oktober verortete Glassnode frühere Käufe im Bereich von 80.000–81.500 US-Dollar und den True Market Mean bei etwa 77.600 US-Dollar. Bitfinex hatte 79.821 US-Dollar als möglichen Auslöser für Liquidationen identifiziert. Ein anhaltender Kursrückgang darunter wäre besorgniserregender, wenn er mit stärkerem Spot-Verkaufsdruck, weiteren ETF-Abflüssen, wenigen Kaufgeboten im Orderbuch und erzwungenen Schließungen von Long-Positionen einherginge. Händler beobachten außerdem 75.000 und 70.000 US-Dollar als mögliche, von den Bedingungen abhängige Abwärtsszenarien. Eine anhaltende Erholung über 80.000–82.000 US-Dollar, gestützt durch Spotkäufe und stabilere ETF-Zuflüsse, würde die unmittelbaren Abwärtsrisiken entschärfen. Bitcoin-Händler sollten Tagesschlusskurse, ETF-Zuflüsse, Hebel und anstehende Konjunkturdaten beobachten, statt einen kurzfristigen Kursbruch als Bestätigung eines Crashs zu werten.
US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zum Ende der Woche hohe Mittelabflüsse: Auf Abflüsse von 635,6 Millionen US-Dollar am Donnerstag folgten am Freitag weitere 137,9 Millionen Dollar. Damit beliefen sich die gemeldeten Abflüsse über zwei Tage auf rund 773,5 Millionen Dollar. Dennoch verbuchten Bitcoin-ETFs wöchentliche Nettozuflüsse von etwa 301 Millionen Dollar und beendeten damit eine zweiwöchige Serie wöchentlicher Verluste. Die Abflüsse im Oktober erreichten rund 314 Millionen Dollar, während die kumulierten Nettozuflüsse bei 57,6 Milliarden Dollar lagen.
Ethereum-ETFs verzeichneten am Freitag Zuflüsse von 4,4 Millionen Dollar, verloren jedoch im Wochenverlauf etwa 221 Millionen Dollar und im Oktober rund 1,18 Milliarden Dollar. Bei Solana-ETFs gab es am Freitag keine Nettozuflüsse; für den Monat lagen sie weiterhin mit rund 68 Millionen Dollar im Minus.
Laut der jüngsten Momentaufnahme fiel Bitcoin innerhalb von 24 Stunden um etwa 1,1 Prozent auf rund 80.490 Dollar. Auch Ether und Solana notierten schwächer. Myriad-Trader erhöhten die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin bis zum Monatsende auf 77.500 Dollar fällt, von 32 Prozent am Vortag auf 43 Prozent. Die Abflüsse und der schwächere Preisausblick signalisieren eine vorsichtige Stimmung. Der positive Wochenwert der Bitcoin-ETFs und die hohen kumulierten Zuflüsse deuten jedoch darauf hin, dass die institutionelle Nachfrage nicht verschwunden ist.
Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James bittet ein Gericht, die NovaTech-Gründer Cynthia und Eddy Petion wegen eines mutmaßlichen Kryptowährungs-Investitionsbetrugs zur Zahlung von rund 1,37 Milliarden US-Dollar zu verpflichten. Die Forderung umfasst etwa 1,13 Milliarden US-Dollar an Abschöpfung unrechtmäßig erzielter Gewinne sowie 232,5 Millionen US-Dollar vorgerichtliche Zinsen; über die Höhe hat das Gericht noch nicht entschieden. Im August 2025 erging gegen die Gründer ein Versäumnisurteil, nachdem sie nicht reagiert hatten. Die jüngste Eingabe ist jedoch keine neue strafrechtliche Verurteilung und garantiert nicht, dass Gelder zurückgewonnen werden können.
New York wirft NovaTech vor, wöchentliche Renditen von 2 bis 4 Prozent versprochen zu haben. Von dem Bundesstaat angeführte Unterlagen von Zahlungsdienstleistern zeigen, dass von August 2019 bis Mai 2023 rund 1,16 Milliarden US-Dollar an NovaTech flossen. Lediglich 26 Millionen US-Dollar gingen an eine Handelsplattform, auf der Händler Berichten zufolge 18,2 Millionen US-Dollar verloren. Der Bundesstaat erklärt außerdem, Cynthia Petion habe Auszahlungen von mindestens 134,5 Millionen US-Dollar an digitale Wallets des Ehepaars genehmigt. Die beiden hätten weder Anlegerunterlagen noch eine Finanzübersicht vorgelegt. Berichten zufolge investierten mehr als 11.000 Einwohner New Yorks in NovaTech und das frühere Unternehmen der Gründer, AWS Mining. Den Behörden zufolge nutzte AWS Mining Versprechen hoher Renditen und Anreize für die Anwerbung neuer Teilnehmer, um haitianische und andere Einwanderergemeinschaften anzusprechen.
Unabhängig davon erklärten sich vier Werber bereit, insgesamt knapp 6 Millionen US-Dollar zu zahlen; außerdem wurde ihnen die Tätigkeit in der Wertpapier-, Rohstoff- und Kryptowährungsbranche dauerhaft untersagt. Diese Vergleiche sind von der Forderung gegen die Gründer getrennt und machen weniger als 0,5 Prozent der beantragten Summe aus. Der Bundesstaat hat nicht bestätigt, dass das Geld bei den Anlegern angekommen ist, und auch nicht erläutert, wie er den weitaus größeren Betrag eintreiben will. Für Kryptohändler verdeutlicht der Fall die anhaltenden Risiken bei der Durchsetzung von Vorschriften und beim Anlegerschutz, betrifft aber nicht unmittelbar eine bestimmte gehandelte Kryptowährung. Als Nächstes wird die Entscheidung des Gerichts über die finanziellen Ansprüche und etwaige Rückholungsmaßnahmen wichtig sein.
Neutral
NovaTechCrypto fraudNew York Attorney GeneralInvestor settlementsCryptocurrency regulation
Die Monetary Authority of Singapore teilt mit, dass die Zentralbank Malaysias und die Bank of Thailand BLOOM als Mitglieder für die Politikgestaltung beigetreten sind. Damit wächst die Beteiligung von Zentralbanken an der Initiative. BLOOM untersucht, wie regulierte Stablecoins und tokenisierte Einlagen grenzüberschreitende Abwicklungen unterstützen könnten. Dabei geht es unter anderem darum, wie unterschiedliche Geldformen akzeptiert und abgewickelt sowie zwischen verschiedenen Systemen verknüpft werden. Außerdem prüft die Initiative programmierbare Kontrollen für Identitätsprüfungen und Sanktionsüberprüfungen, die möglicherweise bei Zahlungen, im Corporate Treasury und in der Handelsfinanzierung eingesetzt werden können.
Zu den Teilnehmern gehören Mastercard, Visa, Ripple, Circle, Coinbase, Airwallex und die Weltbankgruppe sowie regionale Finanz- und Zahlungsdienstleister. Ripples RLUSD ist bislang der einzige Token, der öffentlich im Zusammenhang mit einem BLOOM-Pilotprojekt genannt wurde; Ripple und das Handelsfinanzierungsunternehmen Unloq kündigten im März einen Test an. Visa erklärte außerdem, gemeinsam mit Nium einen Pilotversuch für Abwicklungen an Wochenenden und Feiertagen mit nicht näher bezeichneten Stablecoins auf Dollar- und Eurobasis durchzuführen. BLOOM hat bislang weder einen laufenden Dienst noch einen Zahlungskorridor, einen Starttermin oder bestätigte Transaktionsvolumina angekündigt. Die Ausweitung der Initiative signalisiert ein wachsendes institutionelles Interesse an reguliertem digitalem Geld, liefert jedoch keinen klaren unmittelbaren Impuls für einen bestimmten Krypto-Asset.
Der südkoreanische KOSPI geriet unter starken Verkaufsdruck, wobei separate Berichte von Gate unterschiedliche Marktbilder zeigten. Ein früherer Bericht meldete, dass der Index unter 6.000 gefallen sei und im Tagesverlauf 5,59 % verloren habe; ein späterer Bericht bezifferte den Rückgang dagegen auf 4 %. Auch Samsung Electronics und SK Hynix gaben nach: Die früheren Zahlen wiesen Verluste von mehr als 6 % beziehungsweise 7 % aus, verglichen mit 5 % und 4 % im späteren Bericht. Eine konkrete Ursache wurde nicht genannt. Der Rückgang des KOSPI signalisiert eine Schwäche bei südkoreanischen Aktien und im Technologiesektor, doch keiner der Berichte stellte einen direkten Zusammenhang mit Kryptowährungspreisen oder dem Kryptohandel her.
Neutral
South Korean stocksKOSPISamsung ElectronicsSK HynixMarket sentiment
Der französische Vorschlag zur Besteuerung von Kryptowährungen ist vorangekommen: Die Nationalversammlung nahm einen Änderungsantrag mit 38 zu 37 Stimmen an. Nur 100 der 577 Abgeordneten stimmten ab. Ab dem 1. Januar 2027 sollen Gewinne aus dem Tausch von Kryptowerte in qualifizierende, gemäß MiCA definierte E-Geld-Token besteuert werden. Dazu zählen auch Stablecoins, die an den Euro oder andere Währungen gekoppelt sind. Bei der Veräußerung von Kryptowerten soll der französische Pauschalsteuersatz von 31,4 Prozent gelten. Die Gewinne würden anhand der Anschaffungskosten der jeweils verkauften Vermögenswerte berechnet; für Bestände, die vor 2027 erworben wurden, soll es eine einmalige Wahlmöglichkeit geben. Die Abgeordneten lehnten einen Vorschlag ab, Kryptoverluste zehn Jahre lang vortragen zu können. Die Maßnahme ist noch kein Gesetz: Sie ist weiterhin Teil eines umstrittenen Haushaltsgesetzentwurfs, mit dessen weiterer Beratung in der Nationalversammlung ab dem 3. November gerechnet wird. Der Senat kann sie streichen. Branchenvertreter warnen, die Steuer könne die Nutzung regulierter Stablecoins unattraktiver machen und einige Händler zu ausländischen Börsen, Peer-to-Peer-Handel oder DeFi treiben. Bei einer Verabschiedung könnten Stablecoin-Konvertierungen teurer werden und Handel sowie Portfolio-Umschichtungen komplizierter sein; die endgültigen Regeln sind jedoch noch ungewiss.
Neutral
France crypto taxStablecoinsCrypto regulationCapital gains taxCrypto trading
Mt. Gox hat die Rückzahlungen an die Gläubiger um ein Jahr verschoben. Die Frist wurde vom 31. Oktober 2026 auf den 31. Oktober 2027 verlegt. Die von einem Gericht in Tokio genehmigte Verlängerung gilt für Basisrückzahlungen, vorzeitige Einmalzahlungen und Zwischenzahlungen. Der Treuhänder erklärte, einige Gläubiger hätten die erforderlichen Schritte noch nicht abgeschlossen oder seien auf Bearbeitungsprobleme gestoßen. Er legte jedoch weder offen, wie viele noch betroffen sind, noch wann die einzelnen Fälle geklärt werden. Die Verschiebung der Mt.-Gox-Rückzahlungen ist die vierte jährliche Verlängerung seit der ursprünglichen Frist im Jahr 2023; etwa 19.500 Gläubiger haben bereits Rückzahlungen erhalten.
Von Decrypt zitierte Arkham-Daten zeigten, dass sich am 20. Oktober rund 34.388 BTC im Wert von etwa 2,8 Milliarden US-Dollar in mit Mt. Gox verknüpften Wallets befanden. Seit der Übertragung von 10.422,65 BTC im Juni wurden keine weiteren Transfers des Nachlasses gemeldet. Diese Übertragung deutete weder auf einen Verkauf noch auf eine neue Rückzahlungsrunde hin. Die Verzögerung der Mt.-Gox-Rückzahlungen verschiebt die Unsicherheit über mögliche Ausschüttungen an die Gläubiger, liefert aber keinen neuen Zahlungsplan. Die verbleibenden Bitcoin könnten mit Blick auf mögliche künftige Verkäufe Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ihr Umfang ist jedoch im Verhältnis zur aktuellen Marktliquidität und zum Handelsvolumen gering.
Strive kaufte zwischen dem 12. und 16. Oktober 4.045 Bitcoin und erhöhte damit seinen gemeldeten Bestand auf 36.818 BTC. Eine spätere SEC-Meldung legte einen Kauf von 1.223 BTC zwischen dem 14. und 16. Oktober für rund 100 Millionen US-Dollar offen; der durchschnittliche Preis lag bei 81.734 US-Dollar. Anfang derselben Woche hatte das Unternehmen weitere 2.822 BTC gekauft. Die Gesamtausgaben wurden mit etwa 335 Millionen US-Dollar angegeben, bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 82.803 US-Dollar pro Coin.
Strive finanzierte seine Käufe teilweise durch die Ausübung von Warrants, wodurch rund 369,2 Millionen US-Dollar eingenommen und 13,67 Millionen Aktien der Klasse A ausgegeben wurden. Innerhalb einer Woche stieg die Zahl der Aktien damit um etwa 13,5 Prozent. Außerdem setzte das Unternehmen den Preis für ein Angebot über 630 Millionen US-Dollar an unbefristeten SATS-Vorzugsaktien mit 15 Prozent Rendite fest; die Abwicklung wird für den 20. Oktober erwartet. Die Käufe stärken Strives Strategie, Bitcoin als Unternehmensreserve zu halten, und machen das Unternehmen zu einem der größten börsennotierten Bitcoin-Halter. Für Händler ist die Akkumulation ein bemerkenswertes Signal für die Nachfrage von Unternehmen, ihre Auswirkungen auf Bitcoin könnten jedoch begrenzt sein. Eine Verwässerung der Aktien und Finanzierungskosten sind Risiken für Strives Aktionäre, aber kein direkter Hinweis auf die künftige Kursrichtung von Bitcoin.
Circle erzielte im ersten Halbjahr 2026 rund 1,4 Milliarden US-Dollar an Umsatz und Reserveerträgen, behielt jedoch nur etwa 103 Millionen US-Dollar als Nettogewinn. Zahlungen an Vertriebspartner und Transaktionskosten beliefen sich auf 819 Millionen US-Dollar. Weitere 473 Millionen US-Dollar flossen in Betrieb, Infrastruktur und sonstige Ausgaben – damit blieben pro Umsatzdollar ungefähr sieben Cent Gewinn.
Reserveerträge sind für Circles Geschäftsergebnis zentral: Sie machten im zweiten Quartal rund 95 Prozent des Umsatzes aus und brachten 668 Millionen US-Dollar ein, obwohl die durchschnittliche Rendite der Reserven gegenüber dem Vorjahr um 66 Basispunkte sank. Dadurch hängt Circles Rentabilität stark von den Zinssätzen und dem umlaufenden USDC-Bestand ab. Circle teilt Reserveerträge mit Plattformen, die USDC vertreiben. Die durchschnittlichen USDC-Bestände mit Coinbase-Bezug stiegen im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 20 Milliarden US-Dollar. Im September schloss Circle außerdem einen fünfjährigen Handelsvertrag mit Binance, machte jedoch keine Angaben zu den Zahlungen an die einzelnen Partner.
Die Kosten tragen ein weitreichendes Netzwerk: Circle ist auf mehr als 35 Blockchains aktiv, arbeitet mit über 25 Banken zusammen und zählt mehr als 150 Vertriebspartner. Das On-Chain-Transaktionsvolumen von USDC überstieg im ersten Halbjahr 2026 die Marke von 36 Billionen US-Dollar. Zugleich stieg der Anteil von USDC am weltweiten Stablecoin-Handelsvolumen im Juni auf 77 Prozent, gegenüber 60 Prozent ein Jahr zuvor. Der Wettbewerb verschärft sich: Open USD, im Juni gestartet, bietet kostenloses Minting und Einlösen und teilt Reserveerträge mit den Teilnehmern. Für Händler zeigen Circles Zahlen eine starke Verbreitung von USDC, machen aber auch den Wettbewerb um Gebühren und Reserveerträge sowie die Abhängigkeit von Zinssätzen und Umlaufmenge deutlich.